LTE: Mit diesen Endgeräten können Sie das Turbo-Internet nutzen

Videos in HD-Auflösung, komplexe Spiele und soziale Netzwerke, die im Hintergrund beinahe immer dabei sind – die Anforderungen an die mobile Datennutzung werden immer größer. Die Übertragungstechnologie soll dabei auch künftig mithalten können: Der UMTS-Nachfolger LTE ermöglicht schon jetzt Bandbreiten bis zu 100 Mbit/s, was mehr als dem Zehnfachen von UMTS entspricht. Doch mit welchen Endgeräten lässt sich dieser Technologievorsprung schon heute nutzen?

iPhone-Tarif: LTE nur mit Telekom

Das iPhone 5 war eines der ersten Geräte auf dem Markt, welches auch in der Lage war, den neuen Funkstandard zu verarbeiten – leider aber mit erheblichen Nachteilen: Weil nur ein einziges Frequenzband unterstützt wird, kann das iPhone 5 mit LTE nur innerhalb von Städten verwendet werden – und auch das nur im Netz der Deutschen Telekom. Die Wahl in Sachen iPhone-Tarif schränkt das erheblich ein. Mittlerweile sind allerdings immer mehr Geräte der Konkurrenz auf den Markt gekommen, die ebenfalls in der Lage sind, das Mobilfunknetz der vierten Generation zu nutzen – im Gegensatz zu Apples iPhone funken diese meist in allen von den vier deutschen Netzbetreibern angebotenen Frequenzbereichen, so dass der User die freie Netzwahl hat. Darunter beispielsweise das Samsung Galaxy S4, BlackBerry Z10, LG Optimus G, Nokia Lumia 920 oder das HTC One. Für immer mehr Nutzer ist das ein triftiger Grund, sich ein neues Smartphone anzuschaffen, was sich auch durchaus lohnen kann: Denn die LTE-Tarife für aktuelle Geräte werden immer preiswerter; gleichzeitig wird das LTE-Netz in Deutschland von sämtlichen Betreibern immer besser ausgebaut. Doch nicht nur Smartphones sind in der Lage in High-Speed im Netz zu surfen, die neue Generation der Tablets kann den schnellen Datenfunk ebenfalls verarbeiten. Wie bei den Mobiltelefonen sind auch hier die LTE-Geräte von Apple (Apple iPad mini oder iPad 4) nur mit dem D1-Netz von T-Mobile kompatibel während beispielsweise die LTE-Tablets Galaxy Note 2 LTE oder Asus Padfone 2 in allen Netzen nutzbar sind.

LTE immer häufiger Festnetzersatz

Besonders für ländliche Gebiete ist LTE auch eine Alternative zum klassischen DSL Anschluss. Denn aufgrund der hohen Kosten wird es kaum möglich sein, Glasfaserkabel in jeden Haushalt bis zu jedem Anschluss zu verlegen. Doch die Tarife mit LTE haben auch einen erheblichen Nachteil: Die maximale Bandbreite ist für jeden Abrechnungszeitraum beschränkt. Dadurch können Videoinhalte, welche ein besonders hohes Datenvolumen nutzen nicht verwendet werden – sonst kann es schon nach kurzer Zeit zu einer Drosselung der Geschwindigkeit kommen. Um LTE auch zu Hause zu empfangen wird ein Router benötigt, der einem DSL-Router ähnelt und ein W-LAN Funknetzwerk ausstrahlt. Und auch hier gilt: Vor dem Kauf über die LTE-fähigkeit des Routers informieren, denn nicht alle sind auf die neue Technologie ausgelegt.